18.08.2009
World Champion!!!
Ich kann es selbst noch gar nicht glauben...aber es stimmt. Seit letztem Samstag Weltmeister im K1 über 1000m. Ich dachte das werden nur die wirklich "Großen" wie Tim, Eirik, Adam, Ken, Anders,...Ronny natürlich auch nicht zu vergessen...und ich jetzt mitten drin! Mir fehlen immer noch ein wenig die Worte. Ende 2006 als mir und Stiefi der Gedanke kam, doch mal im Rennsport etwas auszuprobieren, konnte glaub ich niemand ahnen, dass dieses Experiment so endet...bzw. hoffentlich noch weiter geht!
Stiefi, tausend Dank!! Ein großer Anteil des Erfolgs gehört sicherlich dir!! Du bist's schuld, dass ich so schnell geworden bin!!!
Es war letzten Samstag ein Wahnsinns-Rennen. Ich hab es selbst gar nicht so richtig mitbekommen, da ich sooo mit mir selbst beschäftigt war. Erst durch die Erzählungen im Ziel habe ich realisiert, was die Anderen und ich in den 3,5 min so veranstaltet haben. Es war ein ziemlich harter Fight zwischen Adam Van Koeverden (CAN), Anders Gustafsson (SWE) und mir... warum ich dann am Ende vorne war - keine Ahnung, war wohl etwas Glück und ein "Sonnentag" für mich. Dennoch ganz viele Glückwünsche an alle anderen des Rennens, es wird sicherlich noch einige Wettkämpfe geben, in denen ein anderer die Nase vorn hat.
Ansonsten gilt allen Menschen - ich will jetzt keinen Namen nennen, denn ich würde sicherlich viele vergessen - die mich auf dem Weg bis hier hin begleitet haben, ihn mir ermöglicht haben, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin und mir mein Hirn so verdreht haben, dass mir wirklich fast jede Trainingseinheit Spaß macht, tausendfacher Dank!!!
P.S.: Eine nenne ich jetzt doch noch: Mama, ich hoffe du hast's mitgekommen! Deinen Freudestanz hätte ich gerne gesehen ;-) !!! Hau rein da oben!
10.08.2009
WM Halifax 2009
Vor zwei Tagen sind wir heile in Halifax/CAN gelandet und haben schon die ersten Trainingseinheiten hinter uns. Die WM -mehr Infos unter www.canoe09.ca - findet auf dem sehr schönen Lake Banook statt. Habe schon ein paar Häuser vom Wasser aus gesichtet, in denen ich mir meinen Haushalt auch ganz gut vorstellen könnte ;-) Vom Flugzeug aus hab ich, glaub ich, noch kaum eine schönere Region gesehen als diese hier - Nova Scotia. Endlos viele Seen, völlig einsam in nicht endenden Wäldern - echt Wahnsinn. Ich glaube hier könnten man in seiner ganzen Paddelkarriere bei jedem Training einen anderen See nehmen und man würde es bis zum Ende nicht schaffen, auf jedem gepaddelt zu haben! Hier werde ich bestimmt nochmal hin kommen und ein wenig Urlaub machen :-) Schatz, stell dich drauf ein!
Ansonsten jetzt mal zum wichtigen: Also meine WM-Form ist glaub ich ganz gut. Zuhause war sie es zumindest. Den Flug und die Zeitumstellung hab ich zwar noch ein wenig in den Knochen, aber bis Donnerstag bzw. Samstag dem Finaltag ist ja noch ein wenig Zeit. Das wird dann schon!! Übrigens wird soweit ich weiß Samstag etwas auf Eurosport um 14:30 Uhr und der ARD, wenn mal kein Leichtathlet seine Beine bewegt, etwas übertragen.
Gruß, bis die Tage,
Max
P.S.: Hier ist noch ein Video vom fleißigen Training aus Duisburg:
http://www.youtube.com/watch?v=vyVuXFgQ9QI
05.07.2009
Europameister 2009 im K1 1000m
Geschafft! Ein super Rennen und ich anschließend super glücklich. War schon schön nochmal die Nationalhymne zu hören ;-)! Und das jetzt das erste mal bei den Rennsportlern! Dem Publikum in Brandenburg nochmal 1000 Dank für die super Stimmung!
Mehr News gibt's z. B. unter folgenden Links:
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/664099
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=spor&itemid=10067&detailid=609135

26.06.2009
Europameisterschaften 25.-28.06.2009 in Brandenburg
Seit gestern heißt es wieder "um die Wette" paddeln. "Die letzten zwei Wochen haben wir, also das komplette Deutsche Kanurennsportteam, im ruhigen Bundesleistungszentrum von Kienbaum trainiert, um uns optimal für die Wettkämpfe vorzubereiten. Zwischendurch musste ich mit Ronald Rauhe noch einen kleinen Ausscheid über 500m fahren. Es ging darum, wer sich bei der EM im K1 über diese Strecke beweisen darf. Letztendlich war Ronny ein kleines bisschen schneller. Pech gehabt... aber gegen ihn zu verlieren ist schließlich keine Schande. Da wären die 500m für mich wohl besser 5000m lang gewesen ;-)!! Ronny, viel Glück und hau rein. Ich bleib dann mal bei den 1000m. Mit denen ging es dann gestern auch schon los. Mit insgesamt nur drei Vorläufen im K1 hatte jeder die Möglichkeit, mit einem Sieg in seinem Vorlauf direkt ins Finale zu paddeln. Da ich fand, dass das die unstressigste Lösung für mich wäre, mich in Ruhe auf das Finale am Samstag (ca.14:00 auf ZDF) vorzubereiten, habe ich mich im Rennen beeilt. 750m lang war es ein ziemlich hartes Rennen mit Anders Gustafsson (SWE). Letztendlich hatte ich zum Glück die Nase vorn, da sich Anders meiner Meinung nach gegen Ende geschont hat, um noch genügend Kraft für die 500m zu haben, die bei ihm nachmittags noch auf dem Programm standen. Morgen geht’s dann im Finale nochmal richtig los mit dem Spiel: wer kann sich am meisten weh tun! Nachgeben wird da wohl keiner.
Ich werde mir Mühe geben!
26.05.2009
1. Weltcupsieg im K1 über 1000m
Beim ersten Weltcup in Poznan/ POL für das Deutsche Team ging es um die heiß ersehnten EM- und WM-Tickets. Da ich das Glück hatte, neben den 1000m auch noch bei den 500 sowie 5000m um die Wette paddeln zu dürfen, hatte ich also einiges zu tun. Leicht stürmiches Wetter mit etwas höheren Wellen als üblich brachten dann zusätzlich noch etwas Abwechslung.
Als erstes ging's auf die 500m. Mit einem super unerwarteten 3. Platz und der Qualifikation für die WM bereits in der Tasche folgte bei den 1000m noch ein 1. Platz - mein erster Weltcupsieg im Rennsport :-) !! Zum Abschluss gab es dann noch beim 5000m Massenstartrennen hinter Eirik Veras Larsen aus Norwegen einen 2. Platz.
Alles in allem doch ein sehr lustiges Wochenende. In 5 Wochen bei der EM in Brandenburg geht's dann weiter!
mehr steht bei: www.wc2009.posnania.pl
08.05.2009
Die beiden nationalen Sichtungswochenenden sind nun auch schon wieder vorüber. Für mich sind sie mit einem 17. (200m), einem 4. (500m) und zwei 1. Plätzen (1000 und 2000m) sehr erfolgreich gelaufen, so dass es jetzt Christi Himmelfahrt beim Weltcup Nr.2 in Poznan/ POL um ein endgültiges EM- und WM- Ticket für 2009 geht. Auch dieses Jahr im K1 über 1000m. Da die Sichtung letztes Wochenende auf der 500 und 1000m Strecke ebenfalls als Deutsche Meisterschaft zählte, darf ich mich jetzt zum ersten mal Deutscher Meister im K1 über 1000m nennen ;-)

Siegerehrung DM 2009 K1 1000m; 1.ich, 2. Torsten Eckbrett, 3. Torsten Lubisch
15.03.2009
Kölner Sportler des Jahres 2008!
Zunächst möchte ich mich ganz herzlich bei allen netten Menschen bedanken, die für mich im Internet abgestimmt haben. Über diese Ehrung habe ich mich super gefreut, da ich überhaupt nicht damit gerechnet hatte... und über unerwartete Dinge freut man sich ja besonders ;-) Dafür gibt’s jetzt eine Heißluftballonfahrt über Köln !!
Ansonsten, wie bestimmt schon einige mitbekommen haben, habe ich Anfang März mit meiner Diplomarbeit im Forschungszentrum Jülich begonnen. Ich widme mich dort der Desensitisierung eines G-Protein-gekoppelten Rezeptors aus Drosophila melanogaster – nur so wen’s interessiert. Mein Training versuche ich in der relativ knappen freien Zeit möglichst effektiv zu gestalten. Nach leichten Anlaufproblemen klappt es langsam auch ganz gut und im Boot läuft es zunehmend besser. Es wird ja auch langsam Zeit, denn in 4 Wochen stehen die ersten Sichtungsrennen auf dem Programm, die schon vorentscheidend über den restlichen Saisonverlauf sind. Naja, ich werde auf jeden Fall versuchen mich im Rennsport gut zu verkaufen... falls ich es aber nicht schaffe, mich für internationale Wettkämpfe zu qualifizieren, könnte es gut sein, dass ich dieses Jahr nochmal bei einigen Wildwasserrennen starten werde und 2010 erneut meine Chance suche. Diese Chance wird mit großer Wahrscheinlichkeit aber auch von meiner beruflichen Perspektive/Zukunft abhängen...und die ist noch stark ungewiss. Mein Herz schlägt für den Kanusport und einen Traum in 3 Jahren! Die Frage ist nur, ob ich eine für mich zufriedenstellende und tragbare Möglichkeit finden werde, bei der ich mich sportlich, aber ganz wichtig auch beruflich weiter entwickeln kann... Wir werden sehen!
Viele Grüße an alle,
Max
09.12.08
Beijing 2008 -ein unvergessliches Erlebnis
Ende 2006, Anfang 2007 kam Stephan und mir die Idee, das die Sache mit den Olympischen Spielen doch ganz interessant wäre. Das Problem war ja nur, dass ich jetzt bei den Rennsportlern mitmachen musste, denn Wildwasserrennen gibt’s da ja nicht. Und wie die anschließende Geschichte bis zu diesem Sommer gelaufen ist, haben ja wahrscheinlich alle mitbekommen. Ich kann nur sagen, dass es unglaubliche 19 Monate waren, in denen ich an neuer Erfahrung dazu gewonnen habe und dafür dankbar bin. Am tiefsten sitzen mir die vielen endlosen harten Trainingseinheiten im Kopf, in denen ich meinen Körper nach 14 Jahren Leistungssport nochmal neu kennen gelernt habe. Wenn man das Gefühl hat, wirklich am Rande seiner Leistungsfähigkeit angekommen zu sein und sich nur noch nach einer Woche Dauerschlaf sehnt, kann man trotzdem noch wenn der Wille es will täglich fünf Stunden weiter trainieren -also haut rein-!
Die Olympischen Spiele fingen für mich, vermutlich wie für die meisten Menschen damit an, dass ich mir die Eröffnungsfeier in Duisburg vom Fernseher aus angeschaut habe. Da auf unserer Wettkampfstrecke in der ersten Woche die Ruderwettkämpfe statt fanden und wir damit dort keine optimalen Trainingsbedingungen hatten, durften wir erst fünf Tage vor unseren Wettkämpfen nach Peking fliegen. Dann aber endlich im Olympischen Dorf angekommen, das eigentlich selbst eine eigene kleine funktionierende Stadt war ging es auf Entdeckungstour. Am imposantesten fand ich das riesige Essenszelt, das ca. 400 * 200m groß war, vielleicht auch noch was größer, in dem es alles gab, was man sich im entferntesten Sinne nur vorstellen konnte. Jegliche Essensgerichte, 24h rund um die Uhr Frühstück, Mittag- und Abendessen und die wahrscheinlich in den 2 Wochen größte Mc Donald’s Filiale der Welt - echt Wahnsinn. Dieses Zelt war dann auch der Ort, wo man die meisten coolen Stars aus dem TV sehen konnte. Über Michael Phelps, Usain Bolt, Haile Gebreselassie, Rhonaldinio, Kobe Bryant, Dirk Nowitzki und vielen, vielen mehr gab es dort jeden zu sehen. Was sich vielleicht für außenstehende komisch anhört, dort waren die alle genauso wie ich und ein Teil der Menge. Die sitzen kunterbunt mit allen anderen Sportlern am Tisch, futtern genauso wie wir und erzählen kreuz und quer mit allen Leuten. Unter den Sportlern selbst sind die irgendwie ganz normale Leute, haben Respekt und zeigen ebenso Bewunderung vor allen anderen Sportlern aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Den Unterschied bemerkt man wohl erst dann, wenn man die Zahlen der Kontoauszüge betrachtet und die Medien ins Spiel kommen . Diese kategorisieren die Sportler dann oft zuunrecht in mehr oder weniger „Wertvolle“ oder „uninteressante Looser“ –es kommt zumindest öfter das Gefühl auf.

Nun gut, mit meinem eigentlichen Wettkampf, der am vorletzten Tag der Olympischen Spiele mit einem fünften Platz zu Ende ging, bin ich mit drei Monaten Abstand betrachtet voll zufrieden. Man soll die Kirche ja mal im Dorf lassen. Das Resultat nach der kurzen Vorbereitungszeit ist echt Wahnsinn. Den 8/100 Sekunden zum vierten Platz trauer ich übrigens in keinster Weise nach. Ehrlich gesagt, ich bin lieber fünfter als vierter! Übrigens so wirklich realisiert, was ich in Peking erreicht habe, habe ich erst in der ruhigen Zeit danach zu Hause. Es sind so unglaublich viele Menschen auf mich zu gekommen, haben mit mir über ihre und meine Erlebnisse gequatscht, mich an ihrer Freude teil haben lassen und eine Menge Bewunderung ausgesprochen. Dafür kann ich nur allen Danken!
Grandios und definitiv eines der coolsten Erlebnisse meines Lebens war die Abschlussfeier im Vogelnest. Das Gefühl, zusammen mit tausenden Sportlern in die jubelnde Menschenmenge hineinzulaufen war einfach nur bombastisch. Leider fehlen mir zur genaueren Beschreibung die Worte. Wenn man sich aber mal vorstellt, zwei Stunden lang ununterbrochen Gänsehaut zu haben, nur wegen dem was man da gerade erlebt, dann kann man sich vielleicht so ein bisschen in den merkwürdigen, ein bisschen süchtig machenden ;-) Gefühlszustand versetzen. Definitiv habe ich diesen Abend einfach nur genossen und versucht, möglichst alle der unglaublich vielen Eindrücke aufzusaugen.
Ja, Peking ist jetzt schon über 3 Monate vorbei. 3 Monate in denen ich sehr viel Zeit hatte, nochmal über all das was ich dort und in der nachfolgenden Zeit hier erlebt habe, nachzudenken. Für mich bleiben Olympische Spiele weiterhin ein Traum, den ich zum Glück schon einmal „erleben“ durfte.
Liebe Grüße an alle die bis hier gelesen haben, Max
07.07.08
Ja, seit der Quali ist nun viel Zeit vergangen! Zur Zeit bereite ich mich mit der Nationalmannschaft im Bundesleistungszentrum in Kienbaum auf die Olympischen Spiele vor. Die Hälfte des 2 1/2 wöchigen intensiven Grundlagenlehrgangs ist nun vorbei. Bis jetzt bin ich gesund geblieben und hab die täglichen 4 Trainingseinheiten gut verkraftet. Letzte Woche habe ich mein cooles neues Boot von Nelo bekommen, dass nächste Woche schon mal einige Zeit vor mir nach China fliegen wird. Übernächsten Mittwoch geht es geschlossen zur Olympiaeinkleidung nach Mainz. Darauf bin ich schon riesig gespannt! Danach bin ich nochmal für ein paar Tage in der Heimat bevor es zur letzten 3-wöchigen Vorbereitung nach Duisburg geht! Übrigens starten werden wir am 12. August. Die Eröffnungsfeier werde ich mir also hier in Deutschland im TV anschauen. Aber dafür werd ich dann bei der Abschlussfeier dabei sein.
17.06.08
auf geht's nach Peking!!!
Letztes Wochenende war der entscheidende Weltcup zur Nominierung für die Olympischen Spiele 2008 in Peking in Duisburg! In einem eher mäßigen Rennen konnte ich mich im K1 1000m Finale vor dem Neubrandenburger Martin Hollstein durchsetzen. Als schnellstes Deutsches Boot und den eine Woche zuvor in Szeged erfüllten Qualifikationskriterien von max. 1,5% Rückstand auf den Sieger habe ich einen meiner Träume erreicht! Ich darf nach Peking zu den Spielen und im K1 über 1000m an den Start gehen. Bis dahin wartet aber noch ein hartes Stück Arbeit!
Wer Lust hat noch ein wenig mehr zu lesen und zu schauen, hier ein paar Links:
Video vom Weltcup in Szeged: http://www.mtv.hu/videotar/?id=24476
Portrait ARD: http://sport.ard.de/sp/weitere/news200806/17/kanu_hoff_portrait.jsp
Portrait WDR: http://www.wdr.de/themen/sport/wassersport/kanu/portrait_max_hoff.jhtml
05.06.08
Endlich schreibe ich noch einmal. Viel ist seit letztem Jahr passiert! Seit Oktober 2007 habe ich mich nahezu ausschließlich auf den Kanurennsport konzentriert um meinen Traum, bei den Olympischen Spielen in Peking teilzunehmen, zu verwirklichen. Die nationalen Qualifikationen mitte April und Anfang Mai verliefen sehr erfolgreich, so dass ich vor 4 Wochen in Mailand bei den Europameisterschaften im K1 über 1000m starten durfte. Dort ging es um den letzten noch fehlenden Quotenplatz des Deutschen Teams. Mit einem 3 Platz im Finale habe ich dort nicht nur meine erste Rennsportmedaille gewonnen, sondern auch den Quotenplatz als bester noch nicht qualifizierter Europäer erreicht.
Um nun endgültig in Peking zu starten heißt es nur noch auf den beiden Weltcups in dieser und nächster Woche in Szeged (HUN) und Duisburg (GER) die bis jetzt erbrachten Leistungen zu bestätigen. Jeweils die Finalteilnahme und ein maximaler Rückstand von 1,5% auf die Siegerzeit sind die Kriterien. Diesen schaue ich jedoch optimistisch entgegen und hoffe meinen Traum realisieren zu können. Was dann noch wartet, sind zwei Monate hartes Training....
30.08.07
Jaja, lang ist’s her, dass ich hier das letzte mal was zum besten gegeben habe. Verschiedene und vor allem viele Dinge haben mich davon abgehalten und dafür entschuldige ich mich hiermit.
So langsam kehrt wieder der Alltag in mein Leben ein. Nach den Wildwassereuropameisterschaften mitte Mai startete ja die Plagerei für meine erste Rennsportsaison. Da ich mich in den Qualifikationen aber direkt für den K1 über die 1000m qualifiziert hatte folgten nun nur noch Trainingslager und ein paar Wettkämpfe. Anfang Juli waren Europameisterschaften in Potevedra/Esp. Mit einem 4.Platz erreichte ich dort ein spitzen Ergebnis, was ich mir und ich glaub auch kaum ein anderer zugetraut hatte. Danach ging es in die weitere WM-Vorbereitung nach Kienbaum um im August in Duisburg vor heimischer Kulisse in Topform zu sein. Meine Wettkämpfe waren dort nicht optimal. Meine Trainingsleistungen konnte ich nicht im Wettkampf umsetzten, was mich wesentlich mehr betrübte als das verpasste Finale und ein letztendlich 10 Platz. Aber für die erste Rennsport-WM und das gleich im ersten Jahr eigentlich ein schon beachtliches Ergebnis.
Zur Zeit kuriere ich einige mit einer Borreliose zusammenhängende Kniegelenksprobleme aus, um dann hoffentlich bald wieder ordentlich ins Training für nächstes Jahr einsteigen zu können.
Da gibt es ja noch ein paar große Ziele zu erreichen....
21.05.2007
Ich bin wieder hier......
Die letzten 2 Wochen habe ich mit der Deutschen Wildwassernationalmannschaft in Bihac (Bosnien und Herzegowina) verbracht. Dort fanden die diesjährigen Europameisterschaften statt, die mit insgesamt 11 Medaillen, davon 2 Goldene und 9 Silberne, für das Deutsche Team relativ erfolgreich waren.
Nun zu mir: los ging es mit der Classic! Mit bemerkenswerten 15sek Vorsprung auf einer 11min Strecke habe ich meinen ersten Europameistertitel vor Maximilian Benassi (ITA) und Kamil Mruzek (CZE) gewonnen. Ein super Grund zur Freude. Einziger Wermutstropfen war das Ergebnis von Stephan Stiefenhöfer. Er hatte sich national nicht für die Classic qualifiziert, durfte aber als Vorstarter antreten und hätte mit seiner Zeit die Bronzemedallie gewonnen. Der Schmerz dieser ihm verwehrten Medaille war leider auch für mich Größer als die Freude über den Sieg!
Anschließend gab es noch zwei Mannschaftsrennen und den Wildwassersprint, in dem ich letztes Jahr sehr überraschend Weltmeister wurde. Nun gut, so einige sahen mich als Favorit - ich selber zum Glück nicht. Letztendlich wurde ich 7. Der erste Lauf klappte nicht optimal. Nach einem Fahrfehler und einem kurzen Stopper auf einer Steinbank, fehlte der Schwung für die letzten 150m und es reichte nur für Platz 12. Der 2. Lauf lief wesentlich besser. Die Verbesserung auf Platz 7 und der bessere Lauf stimmten mich doch sehr zufrieden. Es kann einfach nicht immer klappen. International ist die Leistungsdichte einfach sehr hoch und eng.
Die Mannschaftsrennen endeten jeweils mit Silber knapp hinter den Tschechen. Das seit 5 Jahren zusammen startende tschechische Team siegte aber nicht mehr überlegen, wie in den vergangenen Jahren. In der Classic (mit Achim Overbeck und Stephan Stiefenhöfer) waren es lediglich 3sek Rückstand, im Sprint (mit Florian Wohlers und Stephan Stiefenhöfer) waren es 1,5sek nach einem doch protestreifen Start. Ich, an Position 2 startend, wurde nicht rechtzeitig vom Starter los gelassen. Es blieb direkt einige Zeit am Start liegen, die vielleicht mit rennentscheidend war.
Abschließend ist zu sagen, dass es gute Europameisterschaften waren. Mit meinen Erfolgen bin ich vollkommen zufrieden, allein die Organisatoren sollten für die nächsten eventuellen Wettkämpfe einige Dinge noch einmal überdenken.
07.05.2007
Soooo, viel Zeit ist seit dem letzten Eintrag vergangen und dem entsprechend ist auch viel passiert.
Die Wildwassersaison ist voll im Gange. Ich muss bloß gestehen, dass ich nur noch das Ranglistenrennen auf der Enz in Pforzheim mitgepaddelt bin. Die Classic habe ich dort noch relativ unproblematisch gewonnen, im Sprint war es nicht ganz so einfach. Stephan Stiefenhöfer ist da zur Zeit in ziemlich guter Verfassung und verlangt einem schon einiges ab, um ihn zu schlagen.
Letztes Wochenende stand dann die 2. Rennsportqualifikation in Duisburg an. Los ging es Samstag morgen um 8 Uhr mit den 250m. Da ich diese Strecke besonders liebe, habe ich einen grandiosen 32.Platz erpaddelt. Na ja, ein wenig deprimiert war ich schon, obwohl mir von vornherein klar war, dass ich hier nix zu melden habe. Anschließend kamen die 500m. War ja schon etwas länger, bloß hatte ich an diesem Tag nicht den Biss für ein ordentliches Rennen. Knapp als vorletzter noch fürs C-Finale qualifiziert, hat es aber dort wieder einigermaßen gefluppt. Habe den Lauf dann mit der insgesamt 12. schnellsten Zeit gewonnen und war mit mir selber wieder zufrieden. Am nächsten Tag standen dann die 1000m an. Schon etwas wichtiger, denn die 2000m hatte ich gewonnen und um in der Langstreckenrangliste vorn zu bleiben, musste jetzt ein ordentliches Resultat her. Die Vorläufe habe ich alle recht unproblematisch, obwohl sie schon teilweise sehr schnell waren, gewonnen und mich fürs A-Finale qualifiziert. Dort lag ich dann direkt neben Tim Wieskötter - über 2000m 2er und auch sonst immer unter den ersten 3. Bis 200m vorm Ziel lag ich eine Länge in Führung, nur dann kam ein unglaublich schneller Endspurt von Tim, gegen den ich einfach machtlos war. Aber was soll's, letztendlich war ich überglücklicher 2er, darf in 4 Wochen in Frankreich beim Weltcup starten und wenn es da noch mal gut läuft, mir ein Ticket für die WM im August in Duisburg ziehen. Bin mal gespannt, ich freu mich zumindest riesig auf diese Herausforderung.
Aber jetzt geht es am Mittwoch erstmal für 12 Tagen nach Bosnien und Herzegowina zur Wildwasser EM. Dafür hab ich mich ja in letzter Zeit auch gut vorbereitet und mit der ein oder anderen Medaille liebäugle ich dort auch. Ob es so unglaublich gut wie bei der letztjährigen WM wird, bleibt abzuwarten.
Leider war es mit meinen diesjährigen Ausflügen zum Kanurennsport einfach zu viel, bei jedem Rennen, an jedem Wochenende zu starten. Bitte seht es mir nach, die es betrifft.
16.04.2007
Endlich melde ich mich nochmal....und das mit eigentlich sehr guten Nachrichten!
Zunächst sei aber mal gesagt, dass die letzten Wochen nicht die einfachsten waren. Die Uni läuft wieder und das Training wurde bei dem zunehmend besseren Wetter angenehmer, jedoch machte die Gesundheit mal wieder nicht ganz so mit. Eine schöne Erkältung und ein mal wieder entzündetes Kniegelenk brachten mich um so einige Kilometer auf dem Wasser.
Nun gut, letztes Wochenende bin ich zum Zeitvertreib die Rennsportqualifikation in Duisburg mitgepaddelt und war super zufrieden. Ich muss zugeben, ich hab ein wenig in Flachbahnbooten trainiert, hauptsächlich aber weiter in meinem Wildwasserboot gesessen. Als erstes standen die 500m auf dem Programm, bei denen ich letztendlich mit 2,2sek Rückstand 12. wurde. Gerechnet hatte ich mit einer ganz dicken Klatsche. Den Tag danach standen 2000m auf dem Programm. Auf diese Strecke hatte ich mich insgeheim schon ein wenig gefreut, denn umso länger umso besser. Als jedoch herauskam, dass ich die schnellste Zeit gepaddelt bin, war mir die Freude nicht unbedingt direkt ins Gesicht geschrieben, denn es überwog ein wenig das mulmige Gefühl bei dem Gedanken, was ich denn da gerade angestellt hatte. In drei Wochen kommen die nächsten Qualifikationsrennen über 250, 500 und 1000m. Wenn dann die 1000m wieder gut laufen und irgend ein Platz unter den ersten 10 herausspringen würde, hätte ich mein persönliches Ziel vollkommen erreicht. Ob ich dadurch im Endeffekt vielleicht die Chance für einen internationalen Einsatz bekomme, bleibt abzuwarten. Schön wär’s, die Zeit wird's bringen...
Bis denne und finden könnt ihr mich im Deutzer Hafen!!
04.04.2007
Hallo allerseits,
die EM kann jetzt kommen!!!!
Das erste Qualifikationsrennen letzten Sonntag auf der Rur in Monschau verlief für mich fast optimal. Na ja, wenn man vom Ergebnis ausgeht optimal. Ich hab mit 25sec Vorsprung auf Tobi Bong vom RKC Köln gewonnen und mir das erste EM-Ticket erpaddelt. Um jedoch meines Empfindens nach auch ein optimales Rennen zu fahren, hab ich noch einiges an Training vor mir. Wenn's am 17. Mai mit den Tschechen und Franzosen um die Wurst geht, muss dann alles passen, um eine Einzelmedaille zu gewinnen.
Das Trainingslager an der Ardèche in Frankreich ist leider geplatzt. Unser Vereinsbus hatte auf der Fahrt dort hin kurz vor Metz die Faxen dicke und hat uns gnadenlos im Stich gelassen. Ich hatte dann keine Lust, einen Tag später nochmal neu zu starten, da ich zufällig noch einen Kurs in der Uni bekommen habe und jetzt einfach nur noch meine Ruhe fürs Training haben wollte.
So, bald mal wieder mehr...
29.03.07
Das Gästebuch ist jetzt online!
Am Sonntag geht's zur EM-Quali nach Monschau. Wird dort schon alles klappen. Nach einem kleinen Schwächeanfall letzte Woche geht's mir jetzt wieder gut.
Danach geht's dann auch endlich mal wieder in Ferien nach Südfrankreich. Upps, hab mich vertan, zur Arbeit nach Südfrankreich. Es wartet hartes Training für ein heimliches Ziel bei der EM im Mai in Bihac.
Es ist ein harter Job!!
20.03.07
Das Training macht hier keinen Spaß!
Heute ging mal wieder garnix. Es ist verdammt kalt und das macht keinen Spaß. In Afrika ist mein komplettes Muskelnetzwerk aufgeblüht, bloß davon ist seit Ende letzter Woche nix mehr zu spüren. Alles ist wieder in Wintersteifigkeit verfallen. Keine Kraft und erst recht kein Speed mehr im Boot.
Mal sehen, was sich da so in den nächsten Wochen machen lässt. Es muss unbedingt warm werden. Sonst werden die Qualis kein Spaß.
So, das war’s auch schon wieder, wollte nur mal kurz meinen Missmut loswerden...
13.03.2007
Hallo allerseits,
wir (Flori Wohler, Lars Walter, Julian Rohn und ich) sind wieder heile und wie wir selbst finden, braun gebrannt aus Südafrika zurück (übrigens Blood Diamond wurde bei uns am Fluss gedreht). Da unten gab es spitzenmäßiges Training - umfangmäßig aber echt nicht mehr akzeptabel. In den Ruhetagen haben wir uns das Land ein wenig angeschaut und sind zu dem Entschluss gekommen: "moderne Sklaverei ist ganz normal"!!?
Spontanerweise sind wir die Drak Challenge mitgepaddelt. Dort waren Südafrikanische Fluss-Marathonmeisterschaften. War echt spaßig und nach 3h6' und 46km war ich überraschend der erste von ca. 950 Leutchen im Ziel. Kurz danach kam Flori als 4. und es gab erstmal ein kühles Hansa im Fluss. Lars und Julian hatten stärker mit den niedrigen Wasserständen und nicht so sehr gut erkennbaren Durchfahrten zu kämpfen. Sie kamen ungefähr als 40-60 an.
In der letzten Woche gab es noch einen Ausflug zu Krokodilen. Julian hat sein bestes gegeben, hat's aber nicht geschafft, ein kleines mit nach Europa zu schmuggeln.
Letzten Freitag wieder in Deutschland angekommen, ging es direkt zur Fulda, wo wir uns alle die Finger im doch schon 10°C warmen Wasser abgefroren haben und uns den Kälte-Lokals erfolgreich gestellt haben.
Die nächsten Wochen geht lustiges Training im Deutzer Hafen weiter, bevor in der Osterzeit die Qualifikationsrennen für diverse kleinere internationale Veranstaltungen beginnen.
Fotos kommen auch bald nach.
Bis später dann, Max
08.02.2007
Heute habe ich endlich meine letzte Klausur geschrieben und meiner Uni-Karriere dieses Winters einen Stempel aufgedrückt.
Am Montag geht es für 4 Wochen nach Südafrika - Port Edward und ich freue mich riesig. Zusammen mit Julian Rohn, Florian Wohlers und Lars Walter werde ich mir die Haut braun brutzeln lassen und ein ganz kleines bisschen trainieren.
Das wird hart, aber es muss sein...